My Fair Lady erst in 2021

Das Musiktheater Vorarlberg (mtvo) hat auf Grund der aktuellen Lage und der Virus-bedingt stark erschwerten Proben- und Aufführungs-Regelungen entschieden, das für Herbst 2020 geplante Musical „My Fair Lady“ um ein Jahr zu verschieben. Nach dem 10. März konnten keine Chorproben mehr statt finden, und auch die bislang bekannten, stark reduzierten Besuchskapazitäten lassen künstlerisch und finanziell eine Aufführung der traditionsreichen, heimischen Kultur-Institution, gegründet 1947 in Götzis, nicht zu. Der neue Premieren-Termin ist auf den 8. Oktober 2021 angesetzt. Gemeinsam mit dem gesamten, rund 120köpfigen Team werden Intendant Nikolaus Netzer und Präsidentin Margit Hinterholzer das Kult-Musical für rund 5.000 Gäste aus dem Vierländer-Eck im kommenden Jahr bieten; die Regie hat Maria Kwaschik inne, am Dirigentenpult wird Michael Mader stehen. Aufführungen finden an sechs Abenden in Götzis und Lustenau statt.

Pressemitteilungen im Vorfeld „Die Fledermaus“

 

Dornbirner Anzeiger Donnerstag, 10. Oktober 2019

Vorarlberger Nachrichten  Mittwoch, 9. Oktober 2019

NEUE Vorarlberger Tageszeitung vom Mittwoch, 9. Oktober 2019

Kronen Zeitung s`Magazin vom Sonntag, 6. Oktober 2019

Kulturzeitschrift Oktober 2019

Rheintaler Boote vom 2. Oktober 2019

s´Blättle Kummenberg und Hohenems KW 40/2019 

Dornbirner Anzeiger vom 26.September 2019

Jahresprogramm 2019

Das Musiktheater Vorarlberg bringt im jährlichen Wechsel die Genres Oper, Operette und Musical auf die Bühne. Nach der Opern-Produktion von Vincenzo Bellini „I Capuleti e i Montecchi“ – Die Geschichte von Romeo und Julia  im vergangenen Herbst wird dieses Jahr die

Operette von Johann Strauss „Die Fledermaus“ aufgeführt.
Premiere: FR 11. Oktober 2019
Weitere Aufführungen 13. / 15. / 17.  und 19. Oktober
jeweils um 19 Uhr in der Kulturbühne AMBACH in Götzis
Gastspiel: DI 22. Oktober 2019
um 20 Uhr im Reichshofsaal in Lustenau

Sommerball im Reichshofsaal in Lustenau
8. Juni 2019

„I Capuleti e i Montecchi“ – Die Geschichte von Romeo und Julia

Oper („tragedia lirica“) in zwei Akten von Vincenzo Bellini / Libretto von Felice Romani

 Die Version des Romeo und Julia Stoffes, welche Vincenzo Bellini und sein Textdichter Felice Romani freisetzen, ist eine Oper ganz im Geiste der Romantik. Dem Belcanto verpflichtet, zeichnen sich die Gesangspartien durch hohe Virtuosität aus. Indem Bellini die Rolle des Romeo für einen Mezzosopran komponierte, schuf er mit den beiden Frauenstimmen der Liebenden einen starken Kontrast zur beinahe ausnahmslos von Männerstimmen charakterisierten kalten Gesellschaft, an der sie letztlich zugrunde gehen:

Romeo, ein von seinen Gefühlen und überbordender Leidenschaft Getriebener, sich auflehnend gegen alte, verkrustete und einengende gesellschaftliche Strukturen.
Julia, eine Gefangene in ihrer eigenen Welt, in ihrem eigenen fragilen Seelenleben, zerrissen zwischen Liebe und Pflichterfüllung.
Beide Außenseiter in einer verfeindeten Umgebung, in der sie Ihre Liebe nicht ausleben können.

Erleben Romeo und Julia die Erfüllung Ihrer Liebe erst im Tod…?

INHALT

1. Akt

Capellio trauert um seinen Sohn, der von Romeo, Sohn der verfeindeten Montecchi, im Kampf getötet wurde. Tebaldo kann das Vertrauen Capellios gewinnen, indem er ihm anbietet, den Tod seines Sohnes zu rächen. Daraufhin verspricht ihm Capellio seine Tochter Julia zur Frau zu geben. Der Arzt Lorenzo soll Julia davon unterrichten, dass sie noch am gleichen Tag mit Tebaldo vor den Traualtar ziehen wird. Lorenzo jedoch weiß als einziger, dass Julia sich in den verfeindeten Romeo verliebt hat und beide gemeinsam einen Ausweg aus der Familienfehde suchen.
Ein unerkannter Botschafter des Feindes, der niemand anderes als Romeo selbst ist, unterbreitet Capellio ein ungewöhnliches Friedensangebot: Als Zeichen der Aussöhnung möge er seine Tochter Julia dem Sohn der Montecchi, Romeo, zur Frau geben und damit den Frieden besiegeln. Capellio weist das Angebot als pure Provokation zurück. Julia hat die Botschaft ihrer Vermählung mit Tebaldo verstört aufgenommen. Lorenzo kann sie beruhigen: Romeo sei unerkannt in die Stadt gelangt und wolle sie treffen. Romeo, den die Ablehnung des Friedensangebots niedergeschlagen hat, sieht nur noch einen Ausweg in der gemeinsamen Flucht und ein Leben in der Fremde, wo die Familienstreitigkeiten keine Rolle mehr spielen.
Dazu kann sich Julia allerdings nicht entschließen. Sie schickt Romeo fort.
Während der Vorbereitungen zur Hochzeit von Julia mit Tebaldo, kann Romeo, getarnt als Mitglied der Capulets, Lorenzo anvertrauen, dass seine Anhänger in die Stadt gelangt und jederzeit zum Kampf bereit seien. Obwohl seine Tarnung jederzeit aufzufliegen droht, weigert sich Julia mit Romeo zu fliehen. Als Romeo von Tebaldo und den Capulets als Feind gestellt wird, gibt er sich zu erkennen, kann aber entkommen.

2. Akt

Julia ist unsicher über den Verbleib ihres Geliebten. Lorenzo kann sie beruhigen: Romeo ist in Sicherheit. Um ihrer Heirat zu entkommen schlägt er vor, sie solle ein Mittel einnehmen, das einen todesähnlichen Schlaf bewirke.
Verunsichert ringt sie sich durch, ihren Tod vorzutäuschen.
Ihr Vater, der Lorenzo nicht mehr vertraut, ordnet seine Überwachung an. Lorenzo hat somit keine Möglichkeit mehr Romeo von seinem schon ausgeführten Plan in Kenntnis zu setzen.
Romeo ist in die Stadt zurückgekehrt und wird von Tebaldo zum Zweikampf aufgefordert. Doch ein Trauerzug verkündet den Tod Julias. Beide, Romeo und Tebaldo sind verzweifelt.
Um seine Liebe zu betrauern hat sich Romeo zum Grab Julias begeben. Beim Anblick der Toten kann er nicht mehr an sich halten und vergiftet sich selbst. Als Julia aus ihrem Scheintod erwacht erkennen beide die fatale Verstrickung. Julia will ihrem Geliebten in den Tod folgen.

Lorenzo klagt Giuliettas Vater, Capellio, als Doppelmörder an.

In den Hauptrollen:

  • Romeo             Nina Maria Edelmann
  • Julia                 Vera Schoenenberg
  • Capellio           Martin Js. Ohu
  • Tebaldo           Byoungnam Hwang
  • Lorenzo          Günther Strahlegger